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Bernd Ternes
  Dr. habil. Bernd Ternes
 

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menschen formen AG

Womit die seit 1998 bestehende wissenschaftliche Arbeitgruppe zutun hat, ist, einen Rahmen zu eröffnen, in dem kulturanthropologische Antworten sowie Umsetzungen dieser Antworten mittels eines „cultural engineering“ gefunden werden könnten auf die Fragen, die durch massiv drängende zivilisatorische und technologische Potenzen der Selbstermächtigung, der Selbstgestaltung und auch der Selbstvernichtung gestellt sind.

Es handelt bei der Gruppe um permanent laufende vorläufige Versuche, einen Denk-, Sprech- und Themenzusammenhang zu Papier und zu Gehör zu bringen, der 1998 am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin seinen Anfang nahm. Aus einem damals angebotenen Seminar heraus - zum Denken Hans Peter Webers - entwickelte sich in der Folgezeit die Arbeitsgruppe „menschen formen“. In einer der ersten Selbstbeschreibungen, die sich die Gruppe gegeben hat, um das Vorhaben in Kürze zu markieren, ist dieser Zusammenhang wie folgt beschrieben:

» Es ist davon auszugehen, daß die Bestimmung des Menschen und die Bilder vom Menschen, eines sich selbst setzenden Menschen, dazu führen, dasjenige abgrenzen und bestimmen zu können, was (oder auch: wer) ‘Nicht-Mensch’ ist. Es ist davon auszugehen, daß das Wirken (und Wohnen in der Natur) des Menschen immer weiter in (dessen andere Seite:) die Nötigung/ Notwendigkeit gerät, daß dieses Wirken auch zugleich die Wirklichkeit für den Menschen ausmacht. Es ist davon auszugehen, daß in der Produktion der Bilder und Begriffe, die vom Menschen gemacht werden, Artefakte entstehen, in denen der Mensch nicht mehr oder nur formal verhandelbar ist.

Mit vorerst zumindest den folgenden Zumutungen als Konsequenz: jenseits eines genetischen Codes, zum Menschen nichts mehr zu sagen zu haben, einen sich verselbständigenden zirkulären Prozeß der Selbstbeobachung errichtet zu haben, den Menschen in eine Systemumwelt gestellt, sein Wirken (und seine Wirklichkeit) der Logik diverser Funktionalitäten überantwortet zu haben, ein Verschwinden des Menschen, einen ‘anthropologischen Schlaf’ (Foucault), zumal in der zivilisatorischen Zurichtung und wissenschaftlichen Beschreibung, bemerkt oder festgestellt zu haben. (Die sich aufdrängende Frage, die einen theoretischen Stillstand erahnen läßt, lautet: Sind jene Theorien mit diesen Verlautbarungen an ihr Ende gekommen?).

Das Formen der Menschen beginnt Menschenformen zu formen.

Die Arbeiktsgruppe hat bisher drei Bücher veröffentlicht, Tagungen und Vortragsreihen veranstaltet, und eine eigene Zeitschrift gegründet (menschen formen perturbate). Veranstaltungsort der regelmäßigen Colloquien ist der Beatitude-Fortuning Verein.